VertragsbedingungenAllgemeine Geschäftsbedingungen
Was Memoris leistet, was es kostet, wie lange der Vertrag läuft und wer wofür haftet. Stand: August 2026.
§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner
(1) Diese Bedingungen gelten für die Überlassung der Software Memoris zur Nutzung über das Internet durch Networkhero GmbH, Wolfener Str. 32–34, Tor 1 Aufgang K, 12681 Berlin (nachfolgend „Anbieter").
(2) Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, an juristische Personen des öffentlichen Rechts und an öffentlich-rechtliche Sondervermögen. An Verbraucher wird Memoris nicht abgegeben.
(3) Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn der Anbieter ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.
§ 2 Gegenstand der Leistung
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden Memoris als über das Internet erreichbare Anwendung zur Verfügung. Memoris nimmt Dokumente entgegen, erkennt deren Text und Merkmale, benennt sie und legt sie in der vom Kunden angebundenen Ablage ab.
(2) Die Dateien des Kunden werden in dessen eigenem Google-Drive- oder Dropbox-Konto gespeichert. Der Anbieter speichert den erkannten Text, die abgeleiteten Merkmale und einen Verweis auf den Speicherort. Ein Anspruch des Kunden auf Speicherung seiner Dateien beim Anbieter besteht nicht.
(3) Ein eigenes Konto bei Google oder Dropbox ist Voraussetzung für die Nutzung. Für dessen Verfügbarkeit und für die dort geltenden Bedingungen ist der Anbieter nicht verantwortlich.
(4) Memoris ist kein revisionssicheres Archiv im Sinne der GoBD und speichert Dokumente nicht unveränderbar. Der Kunde bleibt für die Einhaltung der ihn treffenden Aufbewahrungspflichten selbst verantwortlich.
(5) Der Anbieter entwickelt Memoris fortlaufend weiter. Änderungen, die den vertraglich geschuldeten Leistungsumfang nicht wesentlich einschränken, sind zulässig.
§ 3 Zustandekommen des Vertrags, Testphase
(1) Der Vertrag kommt mit der Registrierung und deren Bestätigung durch den Anbieter zustande.
(2) Die Nutzung ist in den ersten 30 Tagen kostenlos. In der Testphase steht der Leistungsumfang des höchsten Tarifs zur Verfügung. Die Testphase geht nicht automatisch in ein kostenpflichtiges Abonnement über; der Kunde wählt vor Ablauf einen Tarif. Trifft er keine Wahl, ruht der Zugang.
§ 4 Preise und Abrechnung
(1) Die Vergütung richtet sich nach dem gewählten Tarif und wird je aktivem Zugang und Monat berechnet: Basic Ai 9 €, Pro Ai 14 €, Ultimate Ai 19 € je Nutzer und Monat. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
(2) Es gibt keine Grundgebühr, keine Einrichtungsgebühr und keine Mindestnutzerzahl. Abgerechnet werden ausschließlich Zugänge, die im Abrechnungszeitraum aktiv sind. Wird ein Zugang deaktiviert, entfällt er ab dem folgenden Abrechnungszeitraum.
(3) Jeder Zugang enthält ein monatliches Guthaben für die automatische Auswertung (Ai-Credits). Ist es aufgebraucht, ruht die Auswertung neuer Dokumente bis zum nächsten Abrechnungszeitraum oder bis zum Nachkauf von Guthaben. Der Zugriff auf bereits erfasste Dokumente und die Suche bleiben davon unberührt.
(4) Ein Tarifwechsel ist jederzeit möglich. Beim Wechsel in einen höheren Tarif wird die Differenz taggenau berechnet; beim Wechsel in einen niedrigeren Tarif gilt der neue Preis ab dem folgenden Abrechnungszeitraum.
(5) Die Abrechnung erfolgt monatlich im Voraus. Bei Zahlungsverzug kann der Anbieter den Zugang nach vorheriger Ankündigung sperren; die Daten des Kunden bleiben in dessen eigener Ablage davon unberührt.
§ 5 Laufzeit und Kündigung
(1) Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Eine Mindestlaufzeit besteht nicht.
(2) Beide Seiten können den Vertrag mit einer Frist von einem Monat zum Ende eines Abrechnungszeitraums kündigen. Die Kündigung durch den Kunden ist in den Einstellungen der Anwendung möglich; der Textform genügt außerdem eine E-Mail an info@networkhero.eu.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
(4) Mit Vertragsende löscht der Anbieter den Index des Kunden, also erkannten Text und Merkmale, innerhalb von 30 Tagen. Die Dateien des Kunden verbleiben unverändert in dessen eigener Ablage. Ein Export ist nicht erforderlich und wird deshalb nicht geschuldet.
§ 6 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde hält Zugangsdaten geheim und schützt sie vor dem Zugriff Dritter. Er vergibt Rollen und Rechte innerhalb seiner Organisation eigenverantwortlich.
(2) Der Kunde stellt sicher, dass er zur Verarbeitung der von ihm eingestellten Inhalte berechtigt ist. Er stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer rechtswidrigen Nutzung durch ihn beruhen.
(3) Enthalten die Dokumente personenbezogene Daten, ist der Kunde dafür Verantwortlicher im Sinne der DSGVO. Ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO wird auf Anforderung geschlossen.
§ 7 Verfügbarkeit
(1) Der Anbieter stellt Memoris mit einer Verfügbarkeit von 99 % im Jahresmittel bereit, gemessen am Ort der Übergabe an das Internet.
(2) Nicht in die Berechnung fallen Zeiten angekündigter Wartung sowie Störungen, die auf Einrichtungen Dritter zurückgehen – insbesondere auf die Ablage- und E-Mail-Dienste, die der Kunde angebunden hat, und auf Ausfälle des Internets.
§ 8 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. Die Haftung ist in diesem Fall auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, höchstens auf die vom Kunden in den zwölf Monaten vor dem schädigenden Ereignis gezahlte Vergütung.
(3) Für die Richtigkeit der automatisch erkannten Merkmale – insbesondere Beträge, Fristen und Kategorien – wird keine Gewähr übernommen. Sie sind Vorschläge und ersetzen keine fachliche Prüfung durch den Kunden. Das gilt ebenso für die von der Ai erzeugten Texte und Handlungsempfehlungen.
(4) Der Anbieter haftet nicht für den Verlust von Dateien in der Ablage des Kunden. Für deren Sicherung ist der Kunde verantwortlich.
§ 9 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist der Sitz des Anbieters, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
(3) Änderungen dieser Bedingungen teilt der Anbieter dem Kunden mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform mit. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von sechs Wochen, gelten sie als angenommen; auf diese Wirkung wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen. Widerspricht er, kann jede Seite den Vertrag zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens kündigen.
(4) Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen unberührt.